Nutzungsbedingungen
Fassung vom 3. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Nutzungsbedingungen gelten für die Nutzung der Software „Angebot Studio“ (im Folgenden „Software“) zwischen Arthur Bursy, Talleweg 19, 33104 Paderborn, E-Mail info@bursy-consulting.de (im Folgenden „Anbieter“), und dem Unternehmen, das ein Firmenkonto anlegt (im Folgenden „Kunde“).
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbraucher sind von der Nutzung ausgeschlossen.
(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
(4) Bestandteil des Vertrags ist der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).
§ 2 Leistungen
(1) Die Software wird als Online-Dienst bereitgestellt. Der Kunde kann darin Artikel, Leistungen, Preise und Preisregeln pflegen, Kunden- und Anfragedaten verwalten und aus Kundenanfragen Angebotsentwürfe erstellen und als PDF ausgeben.
(2) Für Angebotsentwürfe wertet ein KI-Dienst (derzeit OpenAI oder Anthropic) den Anfragetext aus und schlägt passende Positionen und Mengen aus dem Katalog des Kunden vor. Preise, Zuschläge, Anfahrt, Mindestauftragswert und Umsatzsteuer berechnet die Software ausschließlich aus den Daten des Kunden.
(3) Angebotsentwürfe sind Vorschläge. Sie können unvollständig oder fehlerhaft sein, insbesondere bei unklaren Anfragen oder lückenhaften Katalogdaten.
§ 3 Testphase und Vergütung
(1) Die Software befindet sich in einer Testphase. Während der Testphase ist die Nutzung kostenlos. Ein Anspruch auf einen bestimmten Funktionsumfang oder eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht.
(2) Der Anbieter kann die Testphase beenden. Er kündigt dies mindestens 14 Tage vorher per E-Mail an. Eine kostenpflichtige Nutzung setzt eine gesonderte Vereinbarung voraus, insbesondere die Zustimmung des Kunden zu einem Preisblatt. Ohne diese Zustimmung endet der Vertrag mit dem Ende der Testphase.
§ 4 Registrierung und Zugang
(1) Der Kunde macht bei der Registrierung wahre und vollständige Angaben und hält sie aktuell. Während der Testphase ist die Registrierung nur mit einem Einladungscode möglich.
(2) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er ist für Handlungen verantwortlich, die über sein Firmenkonto vorgenommen werden. Bei Verdacht auf Missbrauch informiert er den Anbieter unverzüglich.
§ 5 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde prüft jeden Angebotsentwurf vor der Verwendung auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für Angebote, die er an seine Kundschaft weitergibt, ist allein der Kunde verantwortlich.
(2) Der Kunde ist für die Richtigkeit seiner Katalogdaten, Preise, Preisregeln und Firmenangaben verantwortlich.
(3) Der Kunde gibt keine rechtswidrigen Inhalte ein und verarbeitet personenbezogene Daten Dritter nur, soweit er dazu berechtigt ist. Besondere Kategorien personenbezogener Daten (z. B. Gesundheitsdaten) gibt er nicht ein. Während der Testphase sollen möglichst Beispiel- oder anonymisierte Daten verwendet werden.
(4) Der Kunde unterlässt Eingriffe, die den Betrieb der Software beeinträchtigen, etwa automatisierte Massenabfragen oder Versuche, auf Daten anderer Kunden zuzugreifen.
§ 6 KI-Nutzung und eigene API-Schlüssel
(1) Standardmäßig nutzt die Software für KI-Auswertungen die Zugänge des Anbieters. Der Anbieter kann die Zahl der KI-Auswertungen je Firmenkonto angemessen begrenzen (z. B. durch ein Tageslimit).
(2) Der Kunde kann in den Einstellungen einen eigenen API-Schlüssel eines KI-Anbieters hinterlegen. In diesem Fall besteht für die KI-Auswertungen ein eigenes Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem KI-Anbieter; die dort entstehenden Kosten trägt der Kunde. Der Kunde ist dafür verantwortlich, mit dem KI-Anbieter die erforderlichen Vereinbarungen zu schließen, insbesondere zur Auftragsverarbeitung.
(3) Der Anbieter speichert eigene API-Schlüssel verschlüsselt und verwendet sie ausschließlich für KI-Auswertungen dieses Firmenkontos. Der Kunde kann sie jederzeit entfernen.
§ 7 Rechte an Inhalten
(1) Alle Daten, die der Kunde eingibt oder erzeugt, verbleiben beim Kunden. Der Kunde räumt dem Anbieter nur die Rechte ein, die zur Erbringung der Leistungen erforderlich sind.
(2) Der Anbieter darf technische Kennzahlen ohne Personenbezug (z. B. Laufzeiten, Kosten und Fehlerquoten von KI-Auswertungen) zur Verbesserung der Software auswerten.
(3) Die Rechte an der Software selbst verbleiben beim Anbieter.
§ 8 Verfügbarkeit und Änderungen der Software
(1) Der Anbieter bemüht sich um einen störungsfreien Betrieb. Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen und Störungen außerhalb seines Einflussbereichs können die Nutzung zeitweise einschränken.
(2) Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und Funktionen ändern, sofern der wesentliche Zweck der Nutzung erhalten bleibt.
§ 9 Haftung
(1) Während der unentgeltlichen Testphase haftet der Anbieter nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Unberührt bleibt die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei arglistigem Verschweigen von Mängeln.
(2) Für Schäden, die dadurch entstehen, dass der Kunde Angebotsentwürfe ohne die nach § 5 Abs. 1 erforderliche Prüfung verwendet, haftet der Anbieter nicht, soweit nicht Abs. 1 Satz 2 greift.
(3) Der Kunde ist für eine angemessene Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich, soweit ihm dies mit den Funktionen der Software möglich ist (z. B. durch Speichern der Angebote als PDF).
§ 10 Datenschutz
(1) Für die Verarbeitung der Daten der Nutzerinnen und Nutzer gilt die Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag.
§ 11 Laufzeit, Kündigung und Löschung
(1) Der Vertrag beginnt mit der Registrierung und läuft auf unbestimmte Zeit. Während der Testphase können beide Seiten jederzeit ohne Frist in Textform (z. B. per E-Mail) kündigen. Der Anbieter wird von seinem Kündigungsrecht nur mit einer Frist von 14 Tagen Gebrauch machen, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund vor.
(2) Nach Vertragsende löscht der Anbieter die Daten des Firmenkontos innerhalb von 30 Tagen, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht. Der Kunde sichert benötigte Daten vor dem Vertragsende.
§ 12 Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Nutzungsbedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern. Er teilt Änderungen in der Software oder per E-Mail mit. Die neue Fassung gilt, sobald der Kunde ihr zustimmt. Stimmt der Kunde nicht zu, können beide Seiten den Vertrag nach § 11 kündigen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Paderborn.
(3) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.